Hofgarten Kempten mit Blick auf die Basilika St. Lorenz
Barocke Gartenanlage

Hofgarten mit Orangerie

Gesellschaftlicher Treffpunkt

Der Hofgarten Kempten liegt nördlich der Residenz und ist eine barocke Schlossgartenanlage. Einst als Nutzgarten zur Versorgung des Klosters angelegt, ist der Hofgarten heute beliebter Treffpunkt und idyllischer Erholungsort im Herzen der Stadt.

Durch die zentrale Lage in der Innenstadt ist der Hofgarten idealer Treffpunkt für Einheimische sowie Erholungsort für Gäste. Nur wenige Meter von der Fußgängerzone entfernt, lässt sich hier abseits des Trubels eine Ruhepause im Grünen genießen. Familien machen Picknicks, Freundesgruppen treffen sich zum Sundowner, Studierende zum Lernen und Social Media-Affine für ein Selfie in perfekter Kulisse. Im Sommer wird der Kemptener Hofgarten mit seinen großen Rasenflächen auch gern für sportliche Aktivitäten genutzt. Also wundern Sie sich nicht, falls Ihnen eine Gruppe Sportler*innen samt Trainer in Lederhose begegnet oder die Yogamatten ausgerollt werden.

Vom Nutzgarten zum Erholungsort

Blick auf Orangerie im Hofgarten Kempten

1651 wurden bei der Planung für den Neubau von Basilika St. Lorenz und Residenz auch die Außenanlagen einbezogen. So entstand die barocke Gartenanlage mit Obst- und Gemüsebeeten sowie Fischweihern, um die Hofküche mit Lebensmitteln zu versorgen. Später wurde der Hofgarten Kempten zum Park mit Zierpflanzen umgebaut und eine Orangerie errichtet.

Mosaikbrunnen im Hofgarten in Kempten

Mit der Säkularisation zog das Militär in die Residenz ein und der Hofgarten wurde als Exerzierplatz mit Baracken und Reithallen genutzt. Nachdem das Militär in zwei neue Kasernen umzog, verloren Residenz und Hofgarten vorübergehend an Bedeutung. Das Gelände wurde erst mit der Verpachtung an die Stadt Kempten wieder ertüchtigt, die darauf die Allgäuer Festwoche ausrichtete.

Stadtführungsgruppe im Hofgarten Kempten

Heute erfreut sich der Hofgarten als Grünanlage großer Beliebtheit insbesondere aufgrund der saisonalen Bepflanzung, der Rasenflächen und der zentralen Lage. An die ursprüngliche Nutzung erinnern nur noch die Terrassen auf unterschiedlichen Ebenen sowie die Wasserbecken.

Sehenswertes im Hofgarten

Die Orangerie bildet den nördlichen Abschluss des Hofgartens in Kempten. Sie wurde 1780 unter Fürstabt Honorius Roth von Schreckenstein im spätbarocken Stil mit Formen des Klassizismus erbaut und diente der Unterbringung empfindlicher Pflanzen. Nach Auflösung des Klosters Kempten 1803 ging die Orangerie in Privatbesitz über. 1915 stürzte ein Privatflugzeug in den Westflügel und 1923 wurde sie an die Stadt Kempten verkauft. Nachdem sie zwischenzeitlich als Obdachlosenasyl, Offizierskasino und Jugendherberge genutzt wurde, ist in der Orangerie seit 1963 die Stadtbibliothek untergebracht. Bei einem Brand 1966 wurde ein Großteil der Spätrokoko-Stuckaturen zerstört aber weiterhin sehenswert ist der Lesesaal mit seinem Deckengewölbe.
Mitten im Hofgarten in Kempten steht seit fast 300 Jahren eine stille Zeugin der Zeit: die Robinie.
Dieser Baum wurde um 1740 an prominentem Ort am Übergang vom oberen zum unteren Hofgarten gepflanzt und überblickt seither von dort aus das Geschehen. Er ist der älteste Baum dort und sein Stamm beträgt mittlerweile einen beachtlichen Umfang von vier Metern. Der knorrige Stamm ist in seiner Erscheinung sehr auffällig, abgesehen davon gibt es folgende weitere Merkmale, an der Sie die Robinie erkennen: Mit ihren sieben Metern Höhe wirkt sie im Vergleich zu den Kastanien um sie herum klein, ihre Schmetterlingsblüten blühen zwischen Mai und Juni und die Blätter sind rund bis eiförmig.
Urlauber-Paar vor der Orangerie im Hofgarten Kempten
Menschen am Brunnen im Hofgarten Kempten

Unterwegs in Kempten

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Weitere Parks in Kempten

Neben dem Hofgarten gibt es im Kemptener Stadtgebiet zahlreiche weitere Parks und Grünanlagen, die zu einem Spaziergang, zum Entspannen und Genießen einladen abseits des Trubels.