Katholische

Basilika St. Lorenz

Wahrzeichen der Stadt

Die Basilika St. Lorenz ist ein Wahrzeichen von Kempten und thront regelrecht über der Stadt. Sie gilt als erster großer Kirchenbau in Süddeutschland nach dem Dreißigjährigen Krieg und ist heute Kemptens katholische Stadtpfarrkirche. Der imposante Treppenaufgang lädt Besucher*innen zu einer Besichtigung ein, denn abgesehen von der von außen sichtbaren Doppelturmfassade ist besonders die prunkvolle Innenausstattung sehenswert.

Historie der Kirche

Seit 752 gibt es in Kempten ein Kloster, das erste im gesamten Allgäu, welches vermutlich nach 955 an den heutigen Platz der Residenz verlegt wurde. Nachgewiesen sind auf dem Hügel der Basilika St. Lorenz als Vorgängerbauten eine erste Kirche aus dem achten Jahrhundert und die dreischiffige spätgotische Pfarrkirche „St. Lorenz uffm Berg“. Während Kemptens Zeit als Doppelstadt gab es immer wieder Streitigkeiten zwischen dem Fürststift und der Reichsstadt Kempten. Im Dreißigjährigen Krieg wurden 1632 Kloster und Kirche durch die Schweden und die Bürger der Reichsstadt geplündert und zerstört.

Die Außenansicht der Basilika St. Lorenz vom Hofgarten aus

Fürstabt Roman Giel von Gielsberg beauftragte daraufhin den Bau von Kloster und Residenz in einem palastartigen Gebäude mit einer repräsentativen Doppelkirche, die als Kloster- und Pfarrkirche diente. 1652 erfolgte die Grundsteinlegung für den Kirchenbau und ab 1670 waren Kirche und Klosteranlage nutzbar. Den barocken Glanz, der heute noch in den Prunkräumen der Residenz zu bewundern ist, erhielt das Stift im 18. Jahrhundert. 1802 besetzten bayerische Truppen das Fürststift und die Reichsstadt Kempten, daraufhin wurde das Kloster aufgelöst und die Basilika St. Lorenz ist seitdem ausschließlich Pfarrkirche.

Das Chorgestühl in der Basilika St. Lorenz
Die Außenansicht der Basilika St. Lorenz
Die prunkvolle Innenansicht der Basilika St. Lorenz

Innere Werte

Ausstattung

Äußerlich fällt insbesondere der Standort der Basilika St. Lorenz auf einer Anhöhe sowie ihre großartige Doppelturmfassade und die mächtige Kuppel ins Auge. Trotz der schlicht gehaltenen Außenfassade prägt sie dadurch Kemptens Stadtbild wie kaum ein anderes Gebäude. Aber auch das Innere weiß zu beeindrucken. 1660 wurde mit der Ausgestaltung der Kirche begonnen. Besonders hervorzugeben ist der gehöhte und teilweise vollplastische Stuck von Giovanni Zuccalli, die Stuckmarmor-Platten einer „Frau Stuckhatorin“ – vermutlich Barbara Hackl – und die Fresken von Andreas Asper. Auch das aufwendig geschnitzte Chorgestühl ist mit seltenen Stuckmarmor-Tafeln verziert und zahlreiche Altäre schmücken die Kirche.

Tipp

Für Ihren Besuch in der Basilika St. Lorenz

Im Dezember und Januar ist an ausgewählten Terminen in der Krypta unterhalb des Chors der Basilika St. Lorenz die Bründl-Krippe zu besichtigen. Sie ist das Lebenswerk des Krippenbauers Adolf Bründl, der aus dem Kemptener Ortsteil Lenzfried stammt, und wird auf ungefähr 25 Quadratmetern ausgestellt.

Ebenfalls zu empfehlen ist die Basilikamusik mit zahlreichen Konzerten, unter anderem der Marktmusik.

Die Basilika St. Lorenz in den Händen von Hildegard und Karl der Große
Hildegard

Kempten Tipp-Geberin

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WildeHilde Tipp

Als großzügige Stifterin des Klosters Kempten wurde ich mit einem Deckengemälde in der Basilika verewigt. Finden Sie es?

Allgäu-Metropole Kennenlernen

Sehenswertes rund um die Basilika

Die Basilika St. Lorenz ist nicht als einzelnes Gebäude zu betrachten, sondern vielmehr das Gesamtbild, zu dem auch die Platzanlage gehört, die die Kirche umgibt. Den südlichen Teil dieser barocken Platzanlage bildet der Hildegardplatz, auf dem in den Sommermonaten mittwochs und samstags der Wochenmarkt stattfindet und auch sonst reges Treiben herrscht. Rund um den Platz tummeln sich Sonnenanbeter auf den angelegten Bänken, Skater vor der Residenz und Familien am Brunnen oder unter schattenspendenden Bäumen.
Cafés und kleine Geschäfte rund um den Platz und in der nahegelegenen Fußgängerzone laden zum Bummeln und Verweilen ein. Geschichtsinteressierten bietet sich von dort eine Besichtigung der Prunkräume der Residenz an, die einen Einblick in das Leben der Fürstäbte geben. Basilika St. Lorenz und Residenz sind übrigens baulich verbunden, damit die Mönche früher trockenen Fußes vom Kloster in die Kirche kamen. Auch der Hofgarten nördlich der Resident ist einen Abstecher wert.
Der Hofgarten und die Nordseite der Basilika St. Lorenz
Der Wochenmarkt auf dem Hildegardplatz vor der Basilika St. Lorenz
360°-Video
Virtueller Rundgang
Im Video sehen Sie sowohl den Hildegardplatz als auch die Innenansicht der Basilika St. Lorenz und können sich so schon aus der Ferne einen Einblick verschaffen. Schauen Sie sich um!

Unterwegs in Kempten

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Evangelische

St.-Mang Kirche

Das evangelische Pendant zur Basilika ist die St.-Mang-Kirche auf dem gleichnamigen St.-Mang-Platz.
Auch die Baugeschichte dieser Kirche gibt spannende Einblicke in Kemptens wechselvolle Vergangenheit.
Der Blick auf den St.-Mang-Platz und die St.-Mang-Kirche
Die Innenansicht der St.-Mang-Kirche